Was ist ein Webring?
Dem Besucher einer Seite wird über die Teilnahme der Seite an einem
Webring die Möglichkeit geboten, themenbezogen zu einer anderen Seite
gelangen. Webringe bieten als Fortbewegungsmittel im Internet durch ihre Navigationselemente
meist hervorragenden Bedienungskomfort, der bei der Suche nach Informationen
sehr dienlich sein kann.
Auf den teilnehmenden Seiten eines Webrings sind Links integriert, mit deren
Hilfe man direkt auf andere teilnehmende Seiten des Rings gelangen kann. Clou
dabei für die Teilnehmer: Sie müssen ihr Navigationselement nicht
pflegen und brauchen sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob der Link
zu einer anderen Seite nicht mehr funktioniert, wenn jemand aus dem Ring aussteigt.
Die automatische Überwachung und Pflege der Links übernimmt die
Technik, die hinter dem Webring steckt: Steigt eine Seite aus, wird eine andere
an ihre Stelle im Ring gerückt.
Weiterer Vorteil für Teilnehmer eines Webrings: Besucher einer teilnehmenden
Site des Rings gelangen regelmäßig auf die anderen Sites. Bei diesen
Besuchern kann Interesse am Themengebiet, unter dem sich die Sites in einem
Ring zusammengetan haben, vorausgesetzt werden.
Im eigentlichen Sinne der Webring-Idee steht bei den Teilnehmern Gemeinschaftsdenken
vor Eigennutz. Man kann Webringe auch als symbolische Gesten auffassen, die
dem Bedürfnis, eigene Interessen, Erfahrungen und Vorlieben mit anderen
teilen zu wollen, Ausdruck verleihen. Nicht gewaltige Klickzahlen (die ohnehin
eher als Mythos gelten müssen) stehen im Vordergrund, sondern der Austausch
von Informationen untereinander. Bei aktiven und gut funktionierenden Webringen
entsteht dadurch ein weitreichendes informelles Netzwerk, von dem alle Beteiligten
profitieren können.
Über das Navigationselement des Webrings, das auf jeder der teilnehmenden
Sites zu finden sein sollte, können die Besucher meist die vorige Seite
im Ring, die nächste Seite, eine zufällig ausgewählte Seite
und die Homepage des Rings erreichen. Dort findet sich dann meist auch eine
Übersicht über alle am Ring teilnehmenden Seiten.
Wer entscheidet, welche Seiten an einem Webring teilnehmen können und
welche nicht, wird von Webring zu Webring recht verschieden gehandhabt. Mal
entscheidet dies eine einzelne Person, mal können alle Teilnehmer andere
Seiten in den Ring einladen. Mal wird locker alles in einen Ring aufgesogen,
was auch nur annähernd zum Thema passt, mal wird elitär die Aufnahme
auf einige wenige Seiten beschränkt. Immer aber gelten bestimmte Regelwerke,
die meist die allgemeine Netiquette beinhalten, erweitert um die Beschränkung
auf themenbezogene Seiten.
Lesen Sie hier die Erklärungen einiger Webring-Anbieter:
webring.org:
"WebRing is one of the best ways to find great sites. Similar sites
are grouped together in rings and each site is linked to another by a simple
navigation bar. Rings form a concentration of sites, allowing visitors to
quickly find what they are looking for. Each Ring is created and maintained
by an individual web site owner called the RingMaster. RingMasters determine
the look and feel of the Ring, approve and manage member sites, and encourage
other sites to join. RingMasters help to develop virtual communities based
on the Ring topic."
ringsurf.com:
"A WebRing is a community of pages with related content, organized into
a circular ring. Each page in a ring has links which let visitors move to
an adjacent site on the ring, summon a ring index, or hop to a random site.
WebRings let web visitors quickly & reliably find sites with related subjects."
webring.de (zur
Zeit offline):
"Der WebRing ist eine kostenlose Dienstleistung, die allen Interessenten
aus dem Internet angeboten wird. Die schnell wachsende Sammlung von Webseiten
aus aller Welt steht auch für die Absicht, eine neue Art von "Web-Community"
zu begründen. Der WebRing bringt einen neuen Service in das World Wide
Web, der die Organisation aller Webseiten verbessern soll. Er stellt einen
Weg dar, Seiten mit ähnlichem Inhalt (oder zusammenpassende Seiten, falls
gewünscht) durch Verlinkung in einem Ring oder Kreis zusammenzufassen."
ringlink.de:
"Einem Ring liegt die interessante Idee der Vernetzung von thematisch
verwandten Seiten zu Grunde. Besucher bewegen sich im Ring durch die "next",
"prev" oder "random" Button. Wenn ein Besucher sich kontinuierlich
über den "next" Button im Ring der Interessengemeinschaft bewegt
gelangt er wieder an seine Startseite. So kommt die Bezeichnung Ring, Netring,
Netzring oder Webring zustande. Die Initiative für einen Ring geht von
einer Person aus, die als Ringmaster bzw. Ringmasterin (Ringmastress, Ringmistress)
bezeichnet wird. Diese Person führt die Wartung für den Ring durch
und präsentiert den Ring auf einer eigenen Homepage. Ein Ring bietet
allen Teilnehmern ein zielgruppenspezifisches Publikum. Wenn ein Besucher
eine Homepage findet, die seinem Bedürfnis entspricht kann er durch den
Ring navigieren und findet so schnell weitere Informationen zu einem spezifischen
Thema. Alle profitieren von dieser Situation, der Besucher findet mehr spezifische
Informationen zu seinem Thema und die Betreiber von Webseiten erhalten mehr
Zulauf."
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Dieser Text basiert in weiten Teilen auf dem Original
"Was
ist ein Webring?" von Guido Grigat, Ringmaster des
internet
literatur webrings >bla<. Ich danke für die freundliche Genehmigung!
Was ist der Lightscapes Webring?
Dieser Webring verbindet weltweit Seiten von Wissenschaftlern, Fotografen und
Künstlern, die für ihre Mikrofotografien
polarisiertes
Licht verwenden. Polarisationsmikroskopie ist ein in der Wissenschaft und
Industrie recht weit verbreites Verfahren und wird überall dort eingesetzt,
wo man die optischen Eigenschaften und Strukturen von Materialien beurteilen
möchte: z.B. bei
Gesteinsdünnschliffen
(Geologie),
Farbpigmenten
(zur Restaurierung von Gemälden), Substanzanalysen (
Stärke,
Zellulose,
Flüssigkristalle)
und in der Materialforschung (Spannungsoptik).
Was sonst nur Wissenschaftlern und Mikroskopikern vorbehalten bleibt, können
Sie mit den
virtuellen
Mikroskopen von Molecular Expressions auch selbst sehen. Sie haben hier
die einmalige Möglichkeit mit eigenen Augen einen Blick auf die bizarre
Farben- und Formwelt unter dem Polarisationsmikroskop zu werfen. Es stehen verschiedene
Substanzen zum "Mikroskopieren" zur Verfügung, bei denen Sie
mit eigenen Händen das Spiel der Interferenzfarben steuern und so ganz
eigene surrealistische Landschaften erschaffen können, die in verblüffender
Weise an malerische oder grafische Techniken erinnern.
Diese virtuellen Mikroskope vermitteln einen guten Eindruck womit sich die
Mitglieder dieses Webrings beschäftigen. Sie begeben sich mit ihren Mikroskopen
auf die Suche nach besonders schönen Formationen in der Welt der Interferenzfarben.
Jeder mit seinem ganz eigenen ästhetischem Empfinden, Gefühl für
Farben und seiner ganz persönlichen Art zu sehen. Dabei entstehen Bilder
die keinerlei Botschaften in sich tragen und dennoch berühren können.
Sie lösen auf wundersame Art Bezüge zu unserer bekannnten Lebenswelt
aus oder erwecken entfernte Erinnerungen. In jedem Betrachter rufen sie andere
- ganz individuelle - Assoziationen hervor, sie inspirieren und lassen der
Phantasie freien Lauf.
Wir glauben, dass dieser universelle Zugang auf der Ebene unseres eigenen
subjektiven Empfindens eine Verständigung auch über bestehende Abgrenzungen
hinweg ermöglichen kann, als eine Art Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft
und Allgemeinheit. Der Lightscapes Webring versteht sich insofern auch als
ein offenes und unabhängiges Projekt, das den Dialog in all diese Richtungen
sucht und unterstützen möchte.